Laufen und Schwangerschaft

Sie sind schwanger? Herzlichen Glückwunsch! Wenn Sie befürchten, nun erst einmal keinen Sport machen zu können, möchten wir Ihnen gern sagen: Eine Schwangerschaft schließt das Sporttreiben nicht zwingend aus. Es kommt vielmehr auf Ihren körperlicher Fitness- und Gesundheitszustand an.

Bei vorherigen Fehlgeburten oder einer Schwangerschaft ab einem Lebensalter von 35 Jahren ist zunächst Vorsicht geboten, da die gesundheitlichen Risiken und Schäden für Sie und das Ungeborene zu hoch sein können. Auch bei Bluthochdruck, Schmerzen im Unterleib, Kopfschmerzen oder geringem Wachstum des Ungeborenen sollten Sie lieber keinen Sport treiben.

Laufen und Schwangerschaft

Sport und Schwangerschaft – kein Problem

Verläuft die Schwangerschaft jedoch unauffällig, steht moderater Bewegung nichts im Wege. Ziehen Sie dabei ruhige Dauerläufe einem Tempotraining vor und hören Sie auf Ihren Körper. Bei Müdigkeit oder Schlappheit sind Spazierengehen und Entspannungsübungen ratsamer. Letzteres kommt nicht nur Ihnen, sondern auch Ihrem Baby zugute (entspannende Musik, ein warmes Bad, Massagen und Yoga).

Sie sollten dabei jedoch nicht alleine und und immer in der Nähe der Wohnung laufen, damit Sie im Notfall rasch nach Hause zurückkehren können. Trainieren Sie maximal zwei- oder dreimal pro Woche je 20 bis 30 Minuten und nehmen Sie sich Zeit für die Regeneration. Laufen Sie stets so langsam, damit Sie gut und ausreichend Luft bekommen. Atemnot kann dazu führen, dass Ihr Baby nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

Achten Sie außerdem in jedem Fall auf eine ausreichende Energiezufuhr. Schwangere Frauen benötigen spätestens ab dem 5. Monat ca. 300 Kalorien am Tag zusätzlich. Wenn Sie Sport treiben, erhöht sich dieser Bedarf weiter. Wenn Sie nicht joggen möchten, sind Walken oder Radfahren gute Alternativen, da diese Sportarten gelenkschonend sind. Ein Babybauch belastet schließlich den Körper schon genug. Auch Schwimmen ist durch den Wasserauftrieb ideal.

Natürlich möchten Sie auch nach der Schwangerschaft schnell wieder fit sein, doch auch dann sollten Sie die Ziele nicht zu hoch schrauben. Bedenken Sie, dass Sie sich neun Monate schonen mussten, da ist es natürlich, dass Sie nicht Ihre alte Form behalten konnten. Zudem sollten Sie auch dann moderat trainieren, da Ihr Körper ausreichend Milch produzieren und daher auch über eine ausgewogene Energiebilanz verfügen muss.

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